Blickrichtung
Wir stehen auf dieser Erde und betrachten von hier aus den Mond, den wir oft nur teilweise sehen.
Die Sonne und die anderen Sterne erscheinen weit weg. Obwohl die Erde ein winziger Planet im Universum ist, fühlen wir uns als wären wir der Mittelpunkt und alle unsere Betrachtungen gehen von hier aus.
Könnten wir auf der Sonne stehen, würden wir die Erde und den Mond immer voll und hell erleuchtet sehen. Auch seine Rückseite, die von der Erde aus nie sichtbar ist.
Überhaupt gibt es so viel, was wir überhaupt nicht sehen, weil es einfach außerhalb unseres Bereiches ist.
Das war nicht immer so. Im Garten Eden, waren Himmel und Erde für unsere Vorfahren zugänglich, sichtbar, erlebbar.
Dieser Garten - nur noch Erinnerung.
So leben wir, wie unter einer Käseglocke.
Auch meine eigene kleine Geschichte, müsste für immer im Dunkeln bleiben, wenn nicht einer alles durchbrochen und eine neue Türe aufgeschlossen hätte.
Viele Menschen haben noch nicht einmal mehr die Erinnerung, können sich gar nicht mehr vorstellen, dass es einen Schöpfer gibt.

Sie haben sich so an die Dunkelheit gewöhnt, dass sie wie ein Tiefseefisch kleine Lampen anzünden und das ist dann ihr einziges Licht.
Über ihnen gibt es ein paar Fische, die schon mal einen Lichtstrahl gesehen haben, der von weit her, aus einer anderen Welt gekommen sein muss.
Einige wenige haben tatsächlich diese obere Grenze durchstoßen, um für einen Moment das Licht der Sonne ungebrochen wahrzunehmen.
Es kommt schon darauf an, von welchem Standpunkt aus ich beobachte.
Bleibe ich der Mittelpunkt, bleibe ich die Beobachtungsstation, werde ich nur wahrnehmen, was direkt um mich ist.
Frag mal die Leute um dich rum. Die werden sagen: „Passt schon“, das genügt mir, damit kann ich leben (aber nicht sterben und nur armselig vegetieren).
Jetzt hat Gott zwei Probleme:
Er würde seine Geschöpfe so gerne an seiner Welt teilhaben lassen. Aber erstens haben sie gar nicht die Augen dazu und zweitens kein Interesse.
Sie sind so weit weg.
Gott, wie machst du das jetzt? Sie haben keinen Zugang zu dir, zum Original.
Er gibt uns Bilder.
Und das ist so ein Bild, direkt vom Himmel.

Aber wie sollen sie etwas von dem Weg zurück zu dir erkennen?
Auch hierfür hat er zahllose Bilder gemacht. Du wirst sagen: „das kann man so oder so sehen“.
Ja, sagt Jesus: die einen werden es hören und doch nicht verstehen.
In unserer Welt bleibt alles so subjektiv, so relativ.
Stell dir vor, du könntest mit den Augen dieses Gottes sehen, der alles geschaffen hat, der vom Himmel her sieht und alles beurteilen kann.
Dann würdest du diese Erde tatsächlich als Mittelpunkt sehen. Nicht weil du da bist, sondern weil hier das Kreuz mit Jesus stand.
Du hast dieses Verlangen mehr zu erfahren, sonst würdest du gar nicht bis hier gelesen haben.
Dann hör doch, wie er Leben beschreibt, was er sich dabei gedacht hat, was der eigentliche Sinn von allem Geschaffenen ist. Lies so sein Wort. „Herr, was siehst du, was denkst du über diese Welt und mich?“ „Vater ich höre, was du gesagt hast, was du dadurch jetzt mir zeigst.“
Die Bibel nennt diese Erfahrung „Offenbarung“.
In den Augen der anderen bin ich „Elektriker, Rentner, und was denen sonst noch einfällt.
In meinen eigenen Augen vielleicht ein Looser, ein langweiliger Bürger oder ein verhindertes Genie.
Sieh alles durch seine Augen.
Vom Himmel her.
Das ist möglich.
Mit deinen natürlichen Augen siehst du hier Elend, Schuld und Tod.
Durch seinen Geist, siehst du Jesus, der alles neu machen wird,
bei dir schon angefangen hat und bald wiederkommt.